Obdachloser

“Ich sitz ziemlich in der Scheiße. Aber ich will wieder auf die Beine kommen. Um 13:08 Uhr geht mein Zug nach St. Pölten, wo ich eine Bleibe gefunden habe. Das ist so ein Gemeinschaftshaus, Emmaus heißt das. Da hab ich ein Dach über dem Kopf und kann wieder arbeiten und Geld verdienen. Wenigstens konnte ich mir das Zugticket leisten. Ich hab nichts mehr. Ich war mit meiner Frau viele Jahre als Schausteller in Deutschland unterwegs. Immer nur Feste, immer gut gelaunt sein. Irgendwann waren die Ausgaben dann mehr als die Einnahmen und ich hatte 35.000 Euro Schulden. Die waren plötzlich da. Ich musste mein Geschäft verkaufen. Immerhin bin ich ohne Schulden rausgekommen. Ich hab gute Kontakte gehabt, die mir einen fairen Preis gemacht haben. Mit meiner Frau red ich kein Wort mehr, wir sind geschieden. Weihnachten feiere ich heuer das erste Mal allein.”

——————————

“I’m in a pretty bad situation right now, but I want to get back on my feet. My train leaves at 13:08 – to St. Pölten, where I found a place to stay. There’s a house called Emmaus. I’ve got a roof over my head there and I can work and earn some money. At least I could afford the train ticket. I don’t have anything left. I used to travel around Germany with my wife; we both worked at fairs. One after the other, always having to be in a good mood. Then I had a debt of 35,000 €. Suddenly. I had to sell my business, but at least I got out of it debt-free. I had some good contacts who paid me a fair price. My wife and I aren’t on speaking terms anymore, we’re divorced. This year, I’ll be celebrating my first Christmas on my own.”

georg_trakl

HISTORIC HUMAN

Georg, noch ein Glaserl Wein?“ … „Ja!“… „Du sprachst vom Untergang und …“

„Ja, es ist, als ob der Garten verfällt, das Wissen, das sich nur mehr der Funktion zuwendet, verschlingt sich selbst. Es zerstört, es entzieht, es macht das Leben zum Unlebbaren und den Menschen zum Untertanen. Dieser Geist kennt nur sich, er duldet keine anderen Geister neben sich. So werde ich doch immer ohne Heimat bleiben, ein Kaspar Hauser eben, ich bin ja erst halb geboren! Der Tag ist mir fremd, die Erde kalt und den Himmel kann ich nur sehen. Ein Robinson auf einer Insel kann ja wenigstens hoffen, gerettet zu werden, er kennt das Ziel seiner Sehnsucht, den Hafen seiner selbst, und er weiß um den Weg zu seinem Glück. Bin ich glücklich, bin ich traurig. Ist das nicht seltsam!? … Kann ich noch ein Achterl haben?“

Georg Trakl (1887-1914), geboren in Salzburg, zählt zu den einflussreichsten Lyrikern des 20. Jahrhunderts. Seine Werke gehören zu den wichtigsten des Expressionismus. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs arbeitete er als Militärapotheker. Ein Trauma, das er nicht verarbeiten konnte. Trakl wollte sich erschießen, doch seine Kameraden hielten ihn davon ab. Im November 1914 starb der Dichter dann an einer Überdosis Kokain. Ob es sich dabei um einen Unfall oder um Suizid handelte, ist ungeklärt.

—————————–

Georg, another glas of wine? … „Yes!“ … „You were talking of destruction and …“

„Yes, it seems as if the garden decays, the knowledge that soley turns towards performance swallows itself. It destroys, it deprives, it turns life into something that cannot be lived and man into pure subject. This spirit only knows itself, it does not endure any other spirits  besides itself. This way I am going to be forever without home, just a Kaspar Hauser, only half born! Day is strange to me, earth is cold and the sky I can only see. A Robinson on an island can at least hope to be saved, he knows the object of his aspiration, the harbour of his inner self, and he knows the way to his happines. When I am happy, I am sad. Is that not strange!? … Can I have some more wine?“

Herzlichen Dank für das Bild an Farid Al-Sabbagh, seine Bilder findet ihr unter www.farids-gemaelde.de/

Radioträume

“Ich stehe gern im Mittelpunkt. Vielleicht will ich deshalb zum Radio. Das ist mein Traumberuf. Und weil es ein Traum ist, ist es nicht so schlimm, wenn es nicht klappt. Bei mir sind schon oft Lebensträume zerplatzt. Aber damit komm ich schon klar. Träume kann man nicht austauschen, aber ich bin ein Mensch, der sich schnell an neue Situationen anpasst. Ich wollte mal Schauspiel studieren und habe lange darauf hingearbeitet. Dann ist der Traum irgendwann zerplatzt und ich hab mich eben anders orientiert. Wenn jeder Traum von mir in Erfüllung gegangen wäre, dann wäre ich nicht so dran gewachsen. Man wächst ja auch am Scheitern.”

—————–

“I love being the center of attention. Maybe that’s why I want to work at the radio. It’s my dream job. And because it’s a dream, it’s not a tragedy if it doesn’t work out. A lot of my dreams have already failed to come true. But I can deal with that. You can’t replace dreams, but I’m a person who adjusts to new situations quickly. I used to want to study acting and I worked on that for a long time. Then that dream disappeared and I focused on other things. If every dream of mine had come true, I wouldn’t have grown quite as much. You grow with every failure, after all.”

Paris_Lodron_1638

HISTORIC HUMAN

“Ich bin ein Mensch geistlicher Natur. Früh habe ich meiner geliebten Heimat den Rücken gekehrt, um in Salzburg eine geistliche Laufbahn einzuschlagen. Friede und Wohlstand erfüllen mich mit Glück. So habe ich während des Krieges versucht, mein Volk vor der Katastrophe zu schützen. Während um Salzburg herum die Gräueltaten tobten, blieb unser Vaterland verschont. Sogar eine Universität gründete ich während des Dreißigjährigen Krieges. Seit 30 Jahren leite ich die Geschicke meines Landes. Salzburg geht es jetzt, im Jahr 1649, gut. Hohensalzburg erstrahlt in uneinnehmbaren Glanze. Möge der Friede mit euch sein!”

 

Paris von Lodron (1586-1653) gilt als einer der bedeutendsten Söhne Salzburgs. Von 1619 bis 1653 gelang es dem Fürsterzbischof durch geschickte Politik Salzburg aus den Wirren des Dreißigjährigen Krieges herauszuhalten, während der Krieg andernorts große Teile der Bevölkerung auslöschte. Paris Lodron ließ aus Salzburg eine Festungsstadt bauen. 1622 gründete er die Universität.

——————–

“I am a man of spiritual nature. Early on I left my beloved home of South Tyrol to pursue the path of religion. Peace and prosperity fill my heart with joy. During the Thirty Years’ War I tried to protect my people from the catastrophe. While death and destruction were raging around Salzburg, our home was spared. I even founded a university during the Thirty Years’ War. For the last 30 years I have been leading my country. Now, in the year 1649, Salzburg is doing well. Hohensalzburg shines in impregnable glory. May peace be with you!”

Familie

“Seit er geboren ist, kommt mir die Welt gefährlicher vor. Und so viel schöner.”
—–
“The world seems to be a more dangerous place since he was born. And much more beautiful.”

Fiaker

„Bevor ich nach Salzburg gekommen bin, war ich vier Jahre lang Kutscher in Lech am Arlberg. Da hab ich Caroline von Monaco und die holländische Königsfamilie spazierengefahren. Die haben damals ein Winter-Picknick im Schnee gemacht. Prinz Ernst August war auch mal mein Kunde. Da kann ich prahlen, dass ich ihn mal fünf Minuten hab warten lassen, weil eben noch jemand vor ihm dran war. Ich behandle alle Menschen gleich, ganz egal ob König oder nicht. Ich mache den Job vor allem aus der Liebe zu den Pferden und weil ich den Menschen gerne Salzburg zeige. Nach Salzburg bin ich gekommen, weil ich hier das ganze Jahr über fahren kann. Wir Fiaker fahren 365 Tage im Jahr, auch bei Regen. Dann fahren die Araber am liebsten, die sind verrückt! Aber sie kennen eben so etwas wie Regen nicht und deswegen genießen sie es.“

————————-

“Before I came to Salzburg, I was a coachman in Lech am Arlberg a mountain village in the Austrian state Vorarlberg) for four years. There I took Caroline of Moncao and the Dutch royal family on a ride. They were having a winter picnic in the snow. Prince Ernst August was a customer as well. I can brag about letting him wait for five minutes once, because it was somebody else’s turn before him. I treat all people equally, no matter if they’re a king or not. I mostly do my job out of love for the horses and also because I enjoy showing people around Salzburg. I came to Salzburg because here I can drive all year long. Us, the Fiaker, (=Austrian term for horse carriages/coachmen) drive 365 days per year, even when it’s raining. That is when the Arabs like to take rides the most, they’re crazy! But they aren’t used to rain, so that’s why they enjoy it.”



Ehepaar

“Wir haben uns beim Tanzen kennengelernt. Damals hab ich gesagt, ich kann unmöglich mit ihm tanzen. Jetzt sind wir seit 46 Jahren glücklich verheiratet.”

—————————–

“We first met while dancing. Back then I said that there was no chance that I’d dance with him. Now we’ve been happily married for 46 years.”

Pensionist

“Was bereuen Sie in Ihrem Leben, wenn Sie zurückschauen?”

“Ohje, so viel Zeit haben wir gar nicht! Wissen’s, ich bin im Dritten Reich geboren. Wir hatten eine einfache Kindheit ohne all die schönen Dinge im Leben. Fußball spielen, auf’n Berg gehen – sogar barfuß – das war unser Zeitvertreib. Wir konnten damals nur die einfachsten Sportarten machen. Ich war viel unterwegs in den Bergen, hab sogar mal einen Freund in einer Lawine verloren. Aber jetzt bin ich 80 und zu alt für die Berge. Der Jugend kann ich nur empfehlen, viel Sport zu machen. Bewegung ist Leben! Und ehrlich und fröhlich sollen die Jungen sein. Auch wenn mal etwas daneben geht.”

————-

“Looking back at your life, what do you regret?”


“Oh dear, we don’t have that much time! You know, I was born in the Third Reich. We had a simple childhood, without any of the beautiful things in life. Playing soccer, hiking the mountain – even barefoot – that was how we spent our time. We could only do the simplest types of sport then. I was up in the mountains a lot, I even lost a friend in an avalanche once. But now I’m 80 and too old for the mountains. I can only recommend that the youth do lots of sports. Movement is life! And the young should be honest and happy. Even when things go wrong sometimes.”

2011_Stefan_Zweig_D_015

 

„Was war der schwerste Moment in deinem Leben?“

„Es gab viele dunkle Stunden. Als die Nazis meine Bücher verbrannten. Und meine Frau mich mit Lotte, meiner Sekretärin in einer, sagen wir, kompomittierenden Situation ertappte. Meine Frau nennt sie „die Viper“, wenn sie glaubt ich höre es nicht. Aber sie sagt es gerade so laut, dass ich es ahnen kann. Es eilt, ich packe gerade, ich muss Salzburg verlassen, das kleine Paschinger Schlössl mit dem wundervollen Garten, sie kennen es sicher, die Villa am Kapuzinerberg. Man suchte dort bereits nach Waffen, die Polizei, vier Mann stark, in meinem Haus! Pure Provokation. Ich bin hier nicht mehr sicher, nicht als Schriftsteller, als Jude bald Freiwild. Ich verzweifle beim Gedanken an die Zukunft. Europa erledigt, unsere Welt zerstört. Jetzt sind wir wirklich heimatlos. Ich habe ein gewisses Fläschchen schon bereitgestellt, lebend sollen mich die Nazis nicht finden. Notieren sie das junger Mann, die Geschichte muss man als Mahnung für die eigene Zeit begreifen.“

 

Stefan Zweig, 1934.

++++++++++++++++++++++++++++++++

Stefan Zweig, Schriftsteller, nahm sich 1942 zusammen mit seiner Sekretärin und Geliebten Lotte Altmann in Brasilien das Leben. Zweig war 60 Jahre alt, Lotte 33.

Für die freundliche Überlassung des Bildes von Stefan Zweig danken wir dem  Stefan Zweig Centre Salzburg

——————————————————-

“What was the most difficult moment in your life?”

 

“There have been many dark hours. When the Nazis burned my books. And when my wife caught me with Lotte, my secretary, in a, let’s say, compromising situation. My wife calls her “that viper” when she thinks I can’t hear her. But she says it just loudly enough so that I can guess it. I’m in a hurry, I’m packing, I have to leave Salzburg, the Paschinger Schlössl with its wonderful gardens, you surely know it, the villa at the Kapuzinerberg. They’ve been there already looking for weapons, the police, in my home! Pure provocation. I’m not safe here anymore, not as a writer, and as a Jew about to be hunted like deer. I despair when thinking about the future. Europe finished, our world destroyed. Now we’re truly homeless. I’ve already prepared a certain vial, the Nazis mustn’t get me alive. Write that down young man, history has to be understood as a warning for one’s own time.

 

Stefan Zweig, 1934

+++++++++++++++++++++++++++

Stefan Zweig, writer, committed suicide in 1942 together with his secretary and lover Lotte Altmann in Brazil.

Photo credits: Stefan Zweig Centre Salzburg

Würstl-Mann

“Seit zwei Jahren verkauf ich hier Würstl. Die Jugend, vor allem die jungen Burschen, haben teils überhaupt keinen Anstand, wenn’s rauschig sind. Da werden die Pappteller samt Senf an Schaufensterscheiben geschmiert. Einmal haben mir irgendwelche rauschigen Leute die Luft aus dem Autoreifen gelassen. Dann kannst zusehen, wie du um 4 Uhr morgens noch heimkommst. Ein Besoffener hat mir sogar mal das Jochbein gebrochen! Danach haben wir uns getroffen, weil er sich entschuldigen wollte. Der Alkohol holt eben das Schlechteste aus den Menschen heraus. Trotzdem hass ich die Menschheit noch nicht. Mein Traum ist es, eines Tages selbst einen Würstlstand zu haben. Aber dass ich den hier übernehmen kann, das werde ich nicht mehr erleben.”

————————

“I’am selling sausages here for two years. The youth, especially the young guys, partly have no decency at all, when they’re drunk. Then the paper plates with mustard are lubricated at shop windows. Once some drunk guys let out the air of my tire. Then you can see, how to get home at 4 in the morning. A drunk guy even broke me my malar! After that we joined up, because he wanted to apologize. Alcohol simply gets the worst out of humans. Nevertheless I don’t hate humanity yet. My dream is to have an own sausage stand one day. But I probably won’t witness that anymore to absorb this one.”

Apropos

 

“Ich habe keine Angst vor Armut, aber Respekt. Seit ich für die Straßenzeitung Apropos arbeite, hab ich gesehen, wie schnell es gehen kann, unter die Armutsgrenze fallen. Nur dann können die Leute die Zeitung verkaufen und einen Teil des Geldes behalten. Viele Rumänen verteilen mittlerweile die Zeitung. Leider denken die Leute oft, dass unsere Apropos-Verkäufer betteln. Es ist viel mehr,  eine würdige Alternative zum Betteln. Es ist für mich ein Traumjob. Ich hab das Gefühl, viele Menschen schon geholfen zu haben. Ich hab kein reiches Elternhaus, aber alle Chancen gehabt. Ich merke jeden Tag, ich hab es schon extrem leicht gehabt im Leben.”

—–

“I’m not worrying about being poor, but I have respect. I know, it could quickly happen to fall under the poverty line. But then, people can sell our magazine und can keep a certain amount for their own. A lot of Romanians distribute our magazine. Sadly, a lot of people think, they are begging. But it is more, it is a dignified alternative. For me, it is a dream job. I guess, I have helped a lot of people. I have no rich parents, but I’ve always had all opportunities. I am recognize it every day. I had  it always easy in life.”

Syria

“I’m from Homs in Syria. In my hometown you can’t live anymore, everywhere in this region obtain war and death. I fled from Syria and went to Jordan, then to Libya. After that I went by the seaway on a boat to Italy.”

“Was’nt it very dangerous, was it?”

“What do you think? Basically I wanted to go to Germany, but in Austria the 60-day trip was through. I just had the choice between Austria and Italy. Then we were transferred to Traiskirchen near Vienna. I lived there 20 days till I came to Salzburg with my six sisters five days before. My parents are still in Libya. My mother is 60 years old, my father 73.”

“What are your wishes for the future?”

“To learn the German language. Look over there: Montag and Mittwoch we go to school.”

—————————–

“Ich komme aus Homs in Syrien. In meiner Heimat kann man nicht mehr leben. Überall herrschen Krieg und Tod. Ich bin aus Syrien nach Jordanien geflüchtet, von dort dann weiter nach Libyen. Danach bin ich über den Seeweg in einem Boot nach Italien gekommen.”

“War das nicht sehr gefährlich?”

“Was meinst du? Ursprünglich wollte ich nach Deutschland, aber dann war die 60-tägige Reise zu Ende. Ich hatte nur die Wahl, in Österreich zu bleiben oder wieder nach Italien zurückzugehen. Wir wurden dann nach Traiskirchen bei Wien überführt. Dort habe ich 20 Tage gewohnt, bis ich mit meinen sechs Schwestern vor fünf Tagen nach Salzburg gekommen bin. Meine Eltern sind noch in Libyen. Meine Mutter ist 60 Jahre alt, mein Vater 73.”

“Was sind deine Wünsche für die Zukunft?”

“Deutsch lernen. Schau dort: Montag und Mittwoch haben wir Unterricht.”

Historic Human

irma_troll_borostyani_003498831

“Leider ist Salzburg eine spießige Kleinstadt. Das merken Sie überall. Auch an der Art, wie die Jugend erzogen wird. Die Salzburger Frauenwelt – ich verkehre mit niemandem, aber ich kenne sie – ist teils entschieden gegen die eigene Emanzipation, teils furchtbar lethargisch. Heuer habe ich versucht, den ersten österreichischen Frauentag abzuhalten. Vergebens! Eigentlich passe ich als Vorkämpferin für die Gleichstellung der Frau gar nicht hier her. Die Leute stört es, wenn ich öffentlich Zigarre rauche oder Hemden mit Stehkragen trage. Sehen Sie nur, wie mich die Leute anschauen! Ich sage Ihnen, wir haben noch viel Arbeit vor der Brust. Ich sehe die Gleichberechtigung der Geschlechter als die größte Herausforderung des 19. Jahrhunderts an.”

Irma von Troll-Borostyáni, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin, 1847-1912

Sie gilt als erste Salzburger Frauenrechtlerin. Mit ihren Werken “Die Mission unseres Jahrhunderts. Eine Studie über die Frauenfrage” und “Katechismus der Frauenbewegung” provozierte die Vordenkerin in der katholisch geprägten Stadt. Ihr Wirken reichte weit über die Grenzen Salzburgs hinaus, bis heute hat Irma von Troll-Borostyáni Vorbildcharakter.

——————————–

“Unfortunately Salzburg is a smug small town. You can recognize it everywhere. Even in the way, the youth is educated. The women’s cosmos of Salzburg – I don’t consort with anybody, but I know them – is partly firmly against the emancipation of women, partly terribly lethargic. This year I failed to organize the first Austrian women’s day. But I just had no support. As campaigner of women’s equality I actually don’t match to this town. People are disturbed, when I smoke cigar in public or wear shirts with standing collar. I tell you, we have to do a lot of work. I view the equality of sexes as biggest challenge in the 19th century.”

Irma von Troll-Borostyáni, writer and feminist, 1847-1912

She is seen as first feminist in Salzburg. With her works “The mission of our century. A study on women’s case” and “Catechism of feminist movement” she provoked the predominant catholic town. Her work reached widely beyond Salzburg’s borders, till today Irma von Troll-Borostyáni serves as an example.”

Bildquelle: Stadtgemeinde Salzburg (mit freundlicher Genehmigung des Frauenbüros)

Frau

“Was waren Ihre glücklichsten Momente?”

“Glückliche Momente sind für mich ruhige, stille Momente. Wenn man ganz in sich gehen kann. Ruhe bedeutet für mich Glück.”

———————

“Which were your happiest moments?”

“I have happy moments when I can enjoy quiet, silent moments. When you can stock of oneself. Quiet means happines to me.”